Es war ein langer Weg, bis aus einer Idee, die Professor Walter Biedenkopf 1990 hatte, der heutige Seniorenbeirat entstanden ist.

Damals suchte er in einer Anzeige Seniorinnen und Senioren, die sich gegenseitig helfen sollten. Das Ganze hatte allerdings nicht den gewünschten Erfolg und alles wäre sicher im Sande verlaufen, hätte Professor Biedenkpf sofort aufgegeben. Er suchte nach weiteren Möglichkeiten und holte sich den Lollarer Ehrenbürger Reinhold Huttarsch ins Boot, der von der Idee ebenfalls angetan war. Beide wandten sich an den damaligen Pfarrer Albrecht Stork, der spontan seine Hilfe zusagte.

Nach einem Aufruf erschienen dann am 8. Januar 1991 insgesamt 60 Personen, die beschlossen, eine Seniorenhilfe Lollar (SHL) ins Leben zu rufen. Mitgliedsbeiträge sollten keine erhoben werden, und Zielsetzung war, dass älteren Mitbürgern, die Hilfe benötigen, geholfen werden sollte. Nachdem dies alles festgelegt worden war, gingen die Anwesenden wieder auseinander, und nichts geschah mehr. Auch dieser Rückschlag schreckte den rührigen Professor nicht ab. Nun wandte er sich an den damaligen Bürgermeister Gerd Bocks, der sich spontan in den Dienst der guten Sache stellte. Willi-Ludwig Hofmann, der zu damaliger Zeit Amtsleiter der Ordnungsamtes war, schrieb im Namen der Stadt Vereine, Verbände , die Kirchen und Seniorenhäuser an, und nun war der Durchbruch geschafft, als sich zahlreiche Bürger zur Verfügung stellten, um mit zu arbeiten.

Unter dem Dach der Stadt Lollar wurde der Seniorenbeirat ins Leben gerufen, dessen erste Sitzung am 11. November 1992 stattfand, mit einem geschäftsführenden Ausschuss aus Vertretern aller Stadtteile. Professor Biedenkopf wurde dabei zum Sprecher und Inge Leinweber als seine Vertreterin gewählt. Als Professor Biedenkopf verstarb, wurde Inge Leinweber am 24. August 2000 als Vorsitzende gewählt, und ist dies bis heute. Dem engeren Vorstand gehören neben der Vorsitzenden auch seit 30.10.2008 Günther Ziegler als ihr Stellvertreter an, und das Amt der Schriftführerin hat seit August 2000 Erika Scherer inne. Der Seniorenbeirat kann inzwischen auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken. Neben Vorträgen zu verschiedenen Themen, werden Dianachmittage angeboten, es gibt kostenlose Stadtrundfahrten, um Lollar und die Stadtteile besser kennen zu lernen. Ein Computerkurs wurde ins Leben gerufen der sehr gute Resonanz findet, und als Höhepunkt gibt es in jedem Jahr eine mehrtägige Seniorenfahrt. Nicht zu vergessen die vierteljährlich im Wechsel in der Kernstadt und den Stadtteile veranstalteten Seniorencafes, die sich großer Beliebtheit erfreuen, und bei denen es nicht nur Kaffee und Kuchen gibt. Gerade eben wurden in einer groß angelegten Fragebogenaktion ältere Mitbürger zu Themen über ihr Lebensumfeld, zu Sauberkeit in ihrer Heimatgemeinde, aber auch darüber, welche Verbesserungsvorschläge sie hätten, befragt. Diese Fragebogen werden nun ausgewertet, und über den Stand berichten wir dann auf unserer Internetseite.

Wir freuen uns, wenn Sie Interesse haben, bei uns mit zu arbeiten, Sie sind uns herzlich willkommen, sprechen Sie uns an.